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Wasserburg Haus Graven, Langenfeld / Rhld.


Haus Graven ist ein U-förmiger Bruchsteinbau, der an drei Seiten von breiten Wassergräben umgeben ist. Bei dem heutigen Gebäude handelt es sich um die Mitte der im 17. Jahrhundert erbauten Vorburg, die an ihren Ecken hervortretende Viereckstürme mit Pyramidendächern besitzt. Das Wappen der Grafen von Mirbach über dem Hauptportal gibt gemeinsam mit der Jahreszahl 1656 Auskunft über das Errichtungsdatum und die Bauherren. Von dem einstigen Herrenhaus mit seinen sechs Türmen ist nichts mehr erhalten. Es soll 1790 abgebrochen worden sein. 

Geschichte

Der Siedlungsname Graven fand 1334 zum ersten Mal urkundlich Erwähnung. Die Burganlage selbst erscheint erstmals schriftlich 1341, als Ritter Adolf von Graven vom Kölner Erzbischof Walram von Jülich mit ihr belehnt wurde.[1]

Von den vorgenannten von Graven gelangte die Burg später über Johann von Overheid und Gattin Agnes von Kessel durch Kauf im Jahre 1592 an Rütger von Bottlenberg-Kessel. Dessen Tochter Agnes von Bottlenberg-Kessel ehelichte 1618 einen Gerhard von Aldenbrüggen genannt Velbrück, der auch Mauel an der Sieg und das Gut Lanquit (heute: Langfort) besaß. Sein Sohn Conrad Gumprecht von Velbrück (1624-1672) war es, der die Anlage nach schweren Zerstörungen durch den Dreißigjährigen Krieg 1656 wieder instand setzen ließ.[1] Letzterer genießt auch in der Langenfelder Stadtgeschichte eine herausragende Stellung, war er es doch, der Langenfeld am 30. Dezember 1666 aus dem Amte Monheim in die Unabhängigkeit führte.[2] 

 

Durch weitere Heirat gelangte Haus Graven dann 1769 an den Freiherrn Johann Wilhelm Josef von Mirbach zu Harff und wurde 1832 in der Liste der landtagsfähigen Güter aufgeführt. Die Familie Mirbach-Harff blieb bis 1974 Eigentümerin der Anlage, ehe sie diese an einen Privatmann verkaufte, der in der Vorburg Werkräume und Ateliers einrichtete.[3] Heute ist die Burg ungenutzt. 

1994 bis 1996 wurde die Burg durch Privatinitiative vollständig restauriert.[3] Sie befindet sich noch immer in Privatbesitz und kann von innen gar nicht, von außen nur sehr eingeschränkt besichtigt werden, da das Anwesen weiträumig eingezäunt ist. Seit dem Jahre 2009 werden Überlegungen angestellt, die Räumlichkeiten als Museum zu nutzen und die Anlage damit erstmals der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.[4]

Einzelnachweise

  1. a b c Rolf Müller, „Stadtgeschichte Langenfeld Rheinland“, Verlag Stadtarchiv Langenfeld 1992
  2. ↑ Friedhelm Görgens, „Langenfeld“, Verlag Droste 1984
  3. a b Umweltschutz- und Verschönerungsverein Langenfeld e.V., Ein Führer durch Gebaute Geschichte Langenfelds
  4. ↑ Stadtmagazin Langenfelder, Juni 2009, Haus Graven - eine Wasserburg als Kleinod für Kultur?

(bis hierher Auszug aus Wikipedia, abgerufen am 04.04.2011)

 

Ende 2010 mietete die Stadt Langenfeld die Wasserburg und übergab sie 2011 dem Förderverein Wasserburg Haus Graven e.V. zur Nutzung.

 

 

Literatur

Wer sich mit der Geschichte der Wasserburg Haus Graven näher beschäftigen will, für den gibt es die neue 74-seitige Broschüre, die das Ergebnis der mehrjährigen Forschungstätigkeit des Geschichtsarbeitskreises wiedergibt. Die Broschüre ist zum Preis von 5,00 € in den Ausstellungen in Haus Graven, im Bürgerbüro im Rathaus Langenfeld sowie in der Bücherecke Markett, Langenfeld, Hauptstraße 62 erhältlich.

 

 

 

  

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